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Einkaufs-Ratgeber für Inline-Skates

Rollen, Spacer und weiteres Zubehör

Inline-Skate Rollen

Es gibt viele unterschiedliche Rollen für Inline-Skates. Gute und Schlechte, Teure und Günstige.

Skate-Rollen unterscheiden sich in Durchmesser, Härte, Form und Kern. Der Kern ist der innere Teil einer Rolle, ähnlich einer Felge. Um ihn herum befindet sich das Material (meist Polyurethan), auf dem man fährt. Je nach Aufbau des Kerns und seiner Massenverteilung haben die Rollen leicht unterschiedliche Laufeigenschaften.

Es gibt auch exotischere Rollen, die blinken, ein Profil besitzen oder mit einer Art Luftreifen ausgestattet sind. All dies ist jedoch eine Spielerei, die sich für den normalen Einsatz nicht lohnt.

Für Fitnessskates werden häufig weiche Rollen mit 72 bis 76 mm Durchmesser und einer Härte von ca. 78A verwendet. Die Härte wird meist auf der Shore Skala A angegeben, die einen Wertebereich von 0 bis 100 besitzt. Je geringer die Härteangabe, desto weicher ist die Rolle. Härtete Rollen nutzten sich langsamer ab als Weiche - allerdings wird auch die Fahrt holpriger und die Bodenhaftung ist geringer. Mit größeren Rollen kann man schneller fahren, da die pro Umdrehung zurückgelegte Strecke länger, als bei kleineres Rollen ist.

Gelegentlich wird im Zusammenhang mit Rollen auch vom so genannten "Rebound" gesprochen. Diese Angabe soll beschreiben, wie stark die Rolle zurückfedert, wenn man sie fallen lässt.

In Aggressive-Skates können nur kleine Rollen eingesetzt werden, die sich in der Regel zwischen 54 und 57 mm Durchmesser bewegen. Sie werden aus einem härteren Material als die größeren Speed- und Fitness-Rollen gefertigt. Durch die kleineren Rollen kann man besser manövrieren, aber auch nicht mehr so schnell fahren, wie es mit den größeren Fitness-Rollen möglich ist.

Der eigentliche Grund für kleine und harte Rollen ist jedoch nicht bei den Fahreigenschaften, sondern beim Grinden zu suchen. Zu große und/oder zu weiche Rollen blockieren hierbei leicht. Früher hat man die beiden inneren Rollen eines Skates durch besonders kleine und extrem harte Grindwheels ersetzt. Auf diesen Rollen wird nicht wirklich gefahren, da sie aufgrund der oft deutlich größeren äußeren Rollen auf ebenem Boden ohnehin keinen Bodenkontakt haben (es bleiben also praktisch nur 2 Rollen pro Skate übrig), sondern sie vereinfachen einem das Grinden auf der Schiene. Dadurch das sie dennoch rollen können, bleibt man beim überfahren von unebenen Stellen dennoch nicht so leicht hängen.

Moderne Skates haben zwischen der 2. und 3. Rolle einen größeren Abstand. Dieser ist bei der Verwendung von Rollen mit ca. 55mm Durchmesser zum Grinden ausreichend dimensioniert. Ein Anti-Rocker Setup mit Grindwheels in der Mitte wird daher heute nur noch seltener gefahren.

Im Gegensatz zu den kleinen Aggressive-Rollen verwenden Speed-Skater besonders große Rollen (ca. 80mm Durchmesser), die ihnen hohe Geschwindigkeiten ermöglichen. Der Nachteil ist jedoch, dass man auf ihnen nicht mehr so wendig ist. Wer jedoch auf einen neuen Streckenrekord aus ist, den wird die geringere Wendigkeit vermutlich nicht weiter stören.

Aggressive-Rollen haben eine flache Auflagefläche (Flat-Top), während Fitness-Rollen eher spitz zulaufen. Die flache Auflagefläche bietet eine höhere Stabilität, unter anderem bei der Landung von Sprüngen. Die spitzen Fitness-Rollen minimieren hingegen die Auflagefläche, wodurch weniger Reibung entsteht und höhere Geschwindigkeiten erreicht werden können.

Spacer

Abbildung eines AbstandshaltersSpacer sind Abstandshalter. Bei Inline Skates gibt es zwei Arten von Spacern. Einerseits die Spacer, die sich im Inneren des Rollenkerns als Abstandhalter zwischen den beiden Kugellagern befinden, andererseits die so genannten "Frame-Spacer", die einen kleinen Abstand von den Kugellagern zum Frame herstellen.

Es gibt sie aus Plastik und Metall. Der Nachteil der Plastik-Variante ist, dass sie sich beim Anziehen der Achsschraube leichter zusammendrücken lassen. Dieses ist kaum merklich, reicht jedoch aus, einen zusätzlichen Widerstand durch Reibung verursachen. Daher ist die Verwendung von Metallspacern nicht verkehrt. Sollte man Skates mit Plastikspacern besitzen, kann man sie, sofern man möchte, beim ersten Rollen- und Kugellagerwechsel gegen identisch geformte aus Metall tauschen. Achtung: Jeder Skatehersteller hat seine eigenen Vorstellungen, wie Spacer auszusehen haben. Besonders Frame-Spacer passen oft nur zu den Modellen eines Herstellers oder sogar nur zu einer bestimmten Serie. Hier sollte man beim Kauf lieber genau Nachfragen, bevor man etwas Falsches erwirbt.

Weiteres Zubehör

Es gibt eine große Menge an Zubehör. Deswegen soll hier nur auf eine kleine Auswahl eingegangen werden: